Projektstart „Gesund und leistungsfähig: Vereinbarkeit von Beruf und Pflegeverantwortung“

von Projektteam

Wollen Berufstätige ihre Erwerbstätigkeit und die Pflege von Angehörigen miteinander vereinbaren, sind sie in der Regel auf Unterstützung angewiesen: Von Ihrem Arbeitgeber benötigen sie Freiraum bei Arbeitszeit, Arbeitsort und hinsichtlich anderer organisatorischer Belange. Eine gute Pflegeberatung ist nötig, die schnell und umfassend Möglichkeiten aufzeigt, um beide Lebensbereiche miteinander zu vereinbaren. In der Regel sind Berufstätige mit Pflegeverantwortung auch auf einen guten Pflegedienst angewiesen, der dafür sorgt, dass ein großer Teil von Pflegeaufgaben fachlich korrekt und in liebevoller Art und Weise ausgeführt wird, sodass Pflegebedürftige sich gut aufgehoben fühlen, auch wenn Ihre Angehörigen gerade nicht bei ihnen sein können.

Angesichts des demografischen Wandels, der mit einem weitgreifenden Fachkräftemangel im Pflegebereich einhergeht, sowie der Zunahme demenzieller Erkrankungen, werden zunehmend Angehörige Pflege leisten müssen. Studien zeigen jedoch, dass gut die Hälfte derer, die Beruf und Pflege zu vereinbaren haben, ihre Berufstätigkeit reduzieren oder ganz aufgeben. Gerade für KMU gilt es daher, Lösungen zu finden, wie sie ihren qualifizierten und erfahrenen Mitarbeitern die Vereinbarkeit ermöglichen können.

Im Rahmen eines ESF-geförderten Projekts der TU Dresden sowie der Projektentwicklungsgesellschaft des Unternehmerverbandes Sachsen werden die drei Schnittstellen Unternehmen, Pflegeberatung und Pflegedienstleister unter dem Aspekt der Vereinbarkeit von Beruf und Pflegeverantwortung näher betrachtet. Ziel ist es, Lösungsansätze zu entwickeln, die pflegende Berufstätige entlasten, sie dabei unterstützen, ihrer doppelten Verantwortung gerecht zu werden und sie als Mitarbeiter an ihr Unternehmen zu binden. Gleichzeitig soll die Verzahnung zwischen berufstätigen Angehörigen und Pflegedienstleistern verbessert werden, um eine Teilnahme am Berufsleben zu erleichtern. Unterstützt wird das Projekt durch den Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW), den Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienstleistungen (bpa), den Paritätischen sowie die Volkssolidarität.

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