Dokumentation zum Fachtagft1

Demografiefeste Personalpolitik –
Vereinbarkeit von Beruf und Pflegeverantwortung

24. März 2014
im Objekt Falkenbrunnen, Chemnitzer Str. 46b, Dresden

Die Tagung diente als Plattform für den interdisziplinären Dialog. Im Fokus standen praktische Lösungen, die nicht nur den beruflichen Alltag von Fachkräften erleichtern, sondern auch Führungskräften nützliche Rezepte für tägliche Aufgaben an die Hand geben sollten.

  • Es wurden Erfahrungswissen von KMU umsetzungsorientiert sowie aktuelle Projektergebnisse praxisorientiert vermittelt.
  • Es konnten eigene Erfahrungen und Herausforderungen aus den Unternehmen im moderierten Gespräch mit den Inputgebern diskutiert werden.
  • Es gab anwendungsorientierte Handreichungen zum optimalen Umgang mit Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege
  • sowie eine schnelle, wirkungsvolle Checkliste für pflegende Angehörige und Unternehmen für den Fall der Fälle.

71 Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus unterschiedlichen Branchen und mit verschiedenen Interessenhintergründen folgten der Einladung in den Falkenbrunnen.

Wir möchten Allen danken, die zum Erfolg des Fachtags beigetragen haben!

Programmpunkte

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Auftakt war die Begrüßung und Einführung durch die Veranstalter des Fachtags, Dr. Ulrike Pietrzyk (TU Dresden, Projekt “Gesund und Leistungsfähig – Vereinbarkeit von Beruf und Pflegeverantwortung) und Frau Eva Helms (Familieninitiative Radebeul, Projekt “Mitarbeiter pflegen”).

Das Grußwort richtete Herr Frank Peter Wieth, Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz, an die Teilnehmer und führte damit in die Veranstaltung ein.

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Keynote Speaker war Sen.-Prof. Dr.Winfried Hacker von der Technischen Universität Dresden. Sein Vortrag

“Vereinbarkeit von Beruf und Pflegeverantwortung – Wie? Ökonomische Vernunft, Soziale Verantwortung, solidarisches Handeln“

regte die Diskussionen der Teilnehmer an, in dem er unterschiedliche Perspektiven und auch kontroverse Thesen zum Thema einbrachte.

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Im Programmpunkt Erfahrungen aus der Praxis konnten sich die Teilnehmer im Rahmen einer Podiumsdiskussion austauschen.

Aktiv vor dem Podium teilten Vertreter aus der Wirtschaft ihre eigenen persönlichen und betrieblichen Erfahrungen mit dem Thema Vereinbarkeit von Beruf und Pflege. Ein herzlicher Dank für den Input gilt besonders Frau Katrin Francois  (Vandemoortele Lipids Werke GmbH) und Herrn Daniel Rabe (FEP Fahrzeugelektrik Pirna GmbH).

Abschließend fanden die beiden Foren statt:

FORUM I:
Gesund und leistungsfähig im demografischen Wandel: als Führungskraft unterstützen.

Auch Führungskräfte können die Vereinbarkeit von Beruf und Pflegeverantwortung als Gestalter der Arbeitsorganisation und Unternehmenskultur fördern. Das Forum bietet Führungskräften und Unternehmern konkrete Handlungsempfehlungen, u.a. zu den Themen Arbeitszeitgestaltung,Umgang mit Gesetzlichkeiten, Aufgabenzuweisung, Vertretungsmöglichkeiten, Information und Gesprächsführung, sowie die Möglichkeit, unternehmensspezifische Fragen zum Thema zu diskutieren.

FORUM II: Mitarbeiter pflegen! Die Situation von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen mit familiärer Pflegeverantwortung erkennen und verbessern.

Pflege ist keine Privatsache. Etwa 15 % der Berufstätigen bringen Beruf und Pflegeverantwortung dauerhaft unter einen Hut. Unternehmen können Pflegende unterstützen, einen guten Zugang zu relevanten Informationen zu finden und ein Unterstützungssystem aufzubauen. Auch,weil sie damit die Gesundheit ihrer Beschäftigten stärken. Wir stellen Ihnen einfache „Erste-Hilfe-Instrumente“ vor, u. a. eine schnelle, aber wirkungsvolle Checkliste und einen „Pflegekoffer“, der in jeder Personalabteilung für den Fall der Fälle vorgehalten werden kann.